Häufigkeitszahl (HZ)
Anzahl der erfassten Fälle je 100.000 Einwohner — macht Fallzahlen unabhängig von der Bevölkerungsgröße vergleichbar.
Die Häufigkeitszahl wird berechnet, indem die Anzahl der erfassten Straftaten durch die Wohnbevölkerung geteilt und mit 100.000 multipliziert wird. Sie ist die Standardgröße, um die Kriminalitätsbelastung unterschiedlich großer Regionen miteinander zu vergleichen.
Ohne die HZ wären Fallzahlen zwischen z. B. Bremen und Nordrhein-Westfalen kaum aussagekräftig vergleichbar, da NRW ein Vielfaches der Einwohner hat.
(erfasste Fälle × 100.000) / Bezugsbevölkerung
- erfasste_faelle
- Anzahl der in der PKS erfassten Fälle
- bezugsbevoelkerung
- Für Raum und Berichtsjahr verwendete Bevölkerung
Bezugsgröße: Einwohner
Rundung: Rohwert berechnen und erst für die Anzeige runden.
Hinweis: Bevölkerungs- und Gebietsstand müssen fachlich passen.
Eine höhere HZ bedeutet mehr erfasste Fälle pro Kopf — nicht zwingend mehr tatsächliche Kriminalität, da sie ausschließlich auf dem Hellfeld basiert.
- Wird häufig mit der absoluten Fallzahl verwechselt oder als direktes Sicherheitsranking gelesen, obwohl Anzeigeverhalten und Bevölkerungsstruktur mit hineinspielen.
- Bei kleinen Bevölkerungszahlen können geringe absolute Änderungen starke Schwankungen erzeugen.
- Unterschiedliche Bevölkerungs- oder Gebietsstände schränken Vergleiche ein.
566.652 Fälle bei rund 12,1 Mio. Einwohnern in Bayern ergeben eine HZ von rund 4.700,5.
- Polizeiliche Kriminalstatistik — Bundeskriminalamt, Allgemeine Begriffe und Erfassungsgrundsätze